Der kleine Hausdoktor

Bei meiner Suche nach alternativen Behandlungsmethoden bin ich auf das Buch von  Dr. med. H. Will gestoßen. Leider konnte ich es nirgendwo in gedruckter Form finden. Ich war schon überrascht davon, dass Dr. med. H. Will vor über 90 Jahren über Dinge geschrieben hat, von denen ich annahm, dass sie erst in den letzten Jahren thematisiert wurden, wie z. B., dass man auf weißen Zucker verzichten soll und statt dessen Honig oder braunen Zucker nehmen soll. Ob brauner Zucker wirklich gesünder ist, das sei dahingestellt. Bei Honig bin ich mir aber sicher. Ich meine damit nicht den industriell hergestellten, oftmals nachträglich verflüssigten, Honig. Sondern den Honig eines (lokalen) Imkers/ einer Imkerin. Diesen Honig dürften meiner Meinung nach sogar sich vegan ernährende Menschen essen. Die Bienen werden gut behandelt und man kümmert sich um sie. Ich habe selber ein wenig geimkert, mein Vater hat dies jahrzehntelang gemacht, und auch wenn man den Bienen den Honig nimmt, im Großen und Ganzen geht es ihnen besser als in der freien Natur. Es wird versucht, die Varroa Milbe in Schach zu halten, Schwärme bekommen ein neues zu Hause, im Winter werden die Bienenkästen isoliert, schwache Völker werden aufgepäppelt.

Auch seine Gesundheitstipps bezüglich der Ernährung haben mich beeindruckt.

So weist er mehrmals darauf hin, dass der Mensch für seine Ernährung nicht auf Fleisch angewiesen ist. Dennoch verteufelt er das „Fleischessen“ nicht, sondern rät zu einer ausgewogenen Ernährung, falls man nicht auf den Fleisch-„Genuss“ verzichten kann. Er geht sogar in Richtung Veganismus, rät aber zur Butter: „Als Brotaufstrich kommt nur Butter, dünn gestrichen, in Frage. Zum Kochen und Backen verwende man nur Olivenöl. Gesundheitsschädlich sind alle künstlichen Fette, Margarinen, Palmine usw.“ Besonders empfehlenswert finde ich seine „Essens-Gesetze“ auf Seite 73. Obwohl ich doch zum Trinken beim Essen tendiere. Aber es liegt da evtl. ,wie bei so vielen Dingen, an der Dosis.

Ich habe mir auch erlaubt, ein Inhaltsverzeichnis anzulegen, damit man auf einige Kapitel schneller zugreifen kann. Auch habe ich einige Ergänzungen vorgenommen, deren Erklärungen als Endnote am Ende des Buches zu finden sind.

So habe ich fest gestellt, dass bei einigen Verweisen die Seitenzahlen nicht korrekt sind. (Hautausschläge Seite 5, ist aber auf Seite17, Schleim Seite 9, ist auf Seite 21). Ich habe dann die „richtige“ Seitenzahl in Klammer gesetzt: Seite 5 (17); Seite 9 (21).

Auch als E-Book erhältlich:

Hier auch als kostenloses PDF.

Hier ein Auszug der Seite 73  auf der er seine “Essens-Gesetze” aufführt:

In aller Kürze möchte ich folgende Gesetze aufstellen, die sich jeder abschreiben und in die Küche und über den Eßtisch hängen möge:

  1. Iß nur, wenn Du Hunger hast, und höre auf, wenn Du satt bist. Iß nicht, weil andere essen oder weil es 12 Uhr ist. Iß nur solche Speisen, die zur Erhaltung Deines Lebens unbedingt nötig sind. Iß langsam, kaue gründlich, trinke nicht zum Essen.
  2. Iß im Prinzip sechsmal so viel Kartoffeln als Brot und Mehlspeisen, iß sechsmal so viel Gemüse, Früchte als Fleisch, Fisch, Eier.
  3. Die hochwertigste Nahrung sind alle Speisen, die man roh und frisch genießen kann. Alle gekochten Speisen sind minderwertig, in erhöhtem Maße minderwertig sind alle konservierten, eingekochten und fabrikmäßig hergestellten Nahrungsmittel; vor den letzteren muß gewarnt werden.
(Visited 150 times, 1 visits today)