Bericht über die Lage des Armenischen Volkes in der Türkei

Johannes Lepsius war ein protestantischer Theologe, Gründer des Deutsch-Armenischen Hilfswerks und verfasste während des ersten Weltkrieges unter hohem Risiko seinen „Bericht über die Lage des Armenischen Volkes in der Türkei“. Mit seiner Arbeit rettete Lepsius Zehntausenden von Deportierten und Flüchtlingen das Leben. Bereits kurz nach der Machtübernahme des Triumvirats der Jungtürken im Jahr 1915 wurden die ersten Deportationen organisiert. Keine der ausländischen Großmächte reagierte. Der Weltkrieg tobte, und die türkische Regierung konnte ihre Politik in völliger Straffreiheit fortführen —————————————————

Warum lasse ich dieses Buch neu auflegen? Ich habe das Streng vertrauliche Buch „BERICHT über die Lage des Armenischen Volkes in der Türkei“ in den sechziger Jahren von Frau Sinanjan bekommen. Der Ehemann von Frau Sinanjan, Garabed, war ein Waisenkind aus der Türkei. Er wurde damals vor dem Völkermord in der Türkei durch die evangelischen Missionare gerettet (1894-1896). Die Familie Morstatt aus Bielefeld hat ihn adoptiert. Als Garabed erwachsen war, heiratete er die Tochter der Familie Morstatt. Da das Buch sehr interessant ist und die Taten des Völkermordes mit Einzelheiten beschrieben sind, habe ich mich entschlossen, das Buch in neuer Schrift zu veröffentlichen. Das Buch habe ich von altdeutsch ins neudeutsch geschrieben. Meine Frau Helga, unser Sohn Harutyun und Tochter Anusch haben sich mit der Korrektur beschäftigt. Um das Drucken und Binden hat sich unser Sohn Dr. Harutyun Melkonyan gekümmert. Diese Auflage „ BERICHT über die Lage des Armenischen Volkes in der Türkei“ soll verhindern, dass der Völkermord von 1915-1918 vergessen wird und jedes Jahr am 24. April soll daran erinnert werden. Es soll nicht vergessen werden, dass es bereits in den Jahren1894 bis 1896 Massaker an der armenischen Bevölkerung durch Ottomanen gegeben hat, an den Armeniern, die seit Jahrhunderten dort gelebt haben! Die Jungtürken setzten nach ihrer Machtergreifung 1909 bis 1912 diese Gräueltaten fort. Sie nannten es: „Lösung der armenischen Frage“ und das Ziel war die vollständige Vernichtung der Armenier.

Vahriç Melkonyan

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