Belegte Intensivbetten

Wenn man sich die Daten vom Intensivregister (https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen) ansieht, dann kann ich keinen großen Einfluss der gemeldeten intensivmedizinisch behandelten COVID-19-Fälle auf die Anzahl der Intensivbetten erkennen.
In der Zeit vom 01.06.2020-30.09.2020 (der Zeitraum vor der 2. Welle) sind bundesweit im Mittel ca. 19.954 Intensivbetten belegt. In diesem Zeitraum wurden im Mittel ca. 300 Covid-19-Fälle intensivmedizinisch gemeldet.
In der zweiten und dritten Welle (20.10.2020-10.06.2021) sind im Mittel ca. 20.211 Intensivbetten belegt, obwohl sich die Zahl der gemeldeten intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Fälle im Mittel von ca. 302 auf ca. 3.688 erhöht hat.
Selbst als am 03.01.2021 5.745 intensivmedizinisch behandelte Covid-19-Fälle gemeldet wurden, lag die Zahl der Intensivbetten bei 20.057, was ca. 100 Betten mehr waren als der Durchschnitt von ca. 19.954 Intensivbetten.
Dass es eine Überlastung im Bereich der Intensivbetten gibt, scheint klar zu sein. Aber eventuell ist diese Überlastung nicht (ausschließlich) den Covid-19-Fällen zuzuschreiben. Vielleicht war das 200 Liter-Fass schon mit 199 Litern gefüllt und die zusätzlichen 2 Liter bringen es zum Überlaufen. Doch die Schuld bei denen zu suchen, welche diese 2 Litern in das Fass gegeben haben, erscheint mir etwas zu einfach.
Sollte man sie nicht bei den verantwortlichen Personen, denen schon seit Jahren bekannt ist, dass ein größeres Fass benötigt wird, suchen?
Es kann sein, dass ich da einen Denkfehler mache und die Grafik und die Daten falsch interpretiere.

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